Archive for the ‘Movies’ Category

MAKING OF

Friday, August 29th, 2008
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Um nicht komplett mit allem im Jahr 2020 fertig zu werden, habe ich beschlossen mit dem Schnitt des Making Ofs und eines Musikvideos zu beginnen. Obwohl der Dreh noch gar nicht so lange her ist, ist es total verrückt, wenn man die Aufnahmen sieht. Schon jetzt konnte ich mich an Einiges nicht mehr erinnern, aber ich vermute, dass das am dauernden Schlafentzug lag. Jedenfalls haben wir ca. 20 Stunden Making Of und Casting und allein die Sichtung wird schon einige Zeit dauern, aber es tut verdammt gut daran zu arbeiten.

TAG 113 - HA HA HA

Sunday, June 22nd, 2008
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Ha ha ha, das ist alles, was ich noch sagen kann. Gott muss wirklich gut aufgelegt sein, weil nach all den Katastrophen beim Dreh und nachdem unser Material beinahe zerstört wurde, werden wir jetzt trotzdem wahrscheinlich keinen Film haben. Seit fast 2 Wochen versuchen wir jetzt schon hineinzuspielen, aber ohne Erfolg. Dabei tritt ein Problem nach dem anderen auf. Es waren schon 2 Techniker da, aber ohne dass wir Fortschritte machen. Gestern dachten wir wir hätten es endlich geschafft, hatten dann aber nur das Bild ohne Ton. Der sollte eigentlich relinkt sein, war es aber nicht. Um ihn händisch anzulegen würden wir ja vermutlich “nur” 1 Jahr brauchen bei 40 Stunden Material. Wahnsinnig toll. Wir wissen jetzt gerade nicht, was wir machen sollen, wir sind einfach nur deprimiert.

Wir können nur noch auf ein Wunder wie dieses hoffen:

TAG 104 - MAKING OF: GATORADE

Friday, June 13th, 2008
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Jetzt wo der Dreh ja vorbei ist, kann ich endlich schimpfen. War mein liebes Team denn mit dem Wasser, das wir mühselig aus Eiswürfeln geschmolzen haben zufrieden? Nein, natürlich nicht. Gatorade musste her und das nicht wenig. Angeblich ist es für den Kreislauf ja so gesund und pusht die Leistung. Mir wurde nur ganz schwummelig bei den Kosten. Da musste Abhilfe her, weswegen es ab der zweiten Woche auch nur noch Gatorade-Pulver zum Mischen gab. Trotzdem die Kosten waren enorm. Liebes Team: jetzt wisst ihr auch endlich warum wir uns nichts Anständiges zum Essen leisten konnten. Gatorade ist schuld. Wie auch immer für mein Team jedenfalls war es wie ein Lebenselixier, anders kann man folgendes Video nicht beschreiben:

TAG 101 - SICHTUNG MAKING OF, DIE ERSTE

Tuesday, June 10th, 2008
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Am Weg zum Filmset: Kameramann, Assistent und Soulja Boy:

TAG 100 - POSTPRODUKTION - MEXIKANISCH ODER VIETNAMESISCH?

Monday, June 9th, 2008
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Ja, das waren noch Zeiten, als man gutes Essen hatte. Nicht so wie jetzt, wo man sich permanent bei Freunden zum Abendessen “einlädt”, weil man verschuldet aus Amerika zurückgekommen ist… (natürlich etwas unangenehm, wenn man Leute anrufen muss, die man schon seit Jahren nicht mehr gesehen hat, aber da muss man durch). Jedenfalls hat der Abverkauf mich ins Verderben gestürzt, dort wird im Sales eben wirklich abverkauft und ich wurde sehr sehr schwach. Bin eben eine Frau, aber wozu hatte man sonst einen leeren Koffer mit…

Wie auch immer, wer mehr über mexikanisches Essen lernen möchte (und man lernt ja nie aus :-)) check this out:

TAG 94: WIEDER ZURÜCK UND BEGINN DER POSTPRODUKTION

Monday, June 2nd, 2008
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Ich bin seit gestern wieder zurück in Österreich und vermisse Brownsville schon sooo sehr. Nach Tagen des Bangens hat sich herausgestellt, dass das Raid System zwar zerstört wurde, das Material darauf aber noch intakt ist. Zur Zeit ist es in Reparatur und in ca. 3 Tagen sollten wir unser Material endlich hineinspielen können. Bis dahin sortiere ich einmal die 3000 Fotos, die wir gemacht haben und beginne das Making Of Material zu sichten.
Zunächst mal ein Video, das Barbara und mich vor 3 Monaten am Beginn der Produktion zeigt, als wir uns ein Zimmer teilten: 

TAG 73 - CAR-RIGG RULES!

Friday, April 25th, 2008
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Haake und Andi haben heute das selbst gebastelte Auto-Rigg verbessert. (Auto-Rigg =Befestigung der Kamera an der Motorhaube). Hier ein Test:

TAG 72 - 33. DREHTAG: MOSKITO-ATTACKE

Thursday, April 24th, 2008
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Wie schrecklich, schrecklich, schrecklich. Eigentlich ein schöner Drehtag, alles ging glatt. Nach einer kurzen Einstellung vor Fuegos Haus, bei dem Ricky wieder einmal vergeblich versucht Kekse zu verkaufen, übersiedelten wir zu einer noblen Gegend mit angrenzendem Wäldchen. Alle fein, die Feuerwehr hilft uns wieder mit Licht und Barbara gibt im Gestrüpp alles, um der Schauspielerin vor zu machen, wie sie vor Carlos flüchten muss. Ich halte währenddessen die Nachbarn hin, ohne aber mit Gelsenspray eingesprüht zu sein. Unser Vorrat geht der Neige zu und ich dachte neben dem Wald wird es vielleicht nicht so schlimm wie im Wald sein. Leider ein Irrglaube, meine Beine sind von Stichen nur so übersäht und ich kann mich kaum beherrschen, nicht zu kratzen. Ob man an Moskitostichen wohl sterben kann?

Tag 63 - 24. DREHTAG: WO IST DER VATER, WO IST DAS AUTO, WO IST DAS EI?

Wednesday, April 9th, 2008
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Heute ging es wieder zurück in das Haus der zwei mexikanischen Ladies, um weitere Szenen zu filmen, aber natürlich nicht ohne einige Zwischenfälle. Erstes Problem: wir brauchen einen Vater für die Szene – keine Ahnung wie wir darauf vergessen konnten. Also werden sämtliche Nachbarn angerufen, wer denn Zeit hat mitzuspielen. Nach einer Stunde hatten wir dann auch wirklich jemanden (ja, so schnell kann eine Karriere starten, aber nicht dass ihr glaubt, wir sind schon total verzweifelt und nehmen jeden: die Rolle hat keinen Text und steht nur im Hintergrund…).

Nächstes Problem: eine der Darstellerinnen hatte ihr Kostüm nicht mit, also fährt Barbara mit ihr zu ihrem Haus, wo sie sich eine halbe Stunde alle Familienfotos anschauen muss. Prinzipiell ja sehr interessant, aber wenn man sowieso nicht genug Zeit hat, nicht wirklich hilfreich. Drittes Problem (oder Herausforderung laut Haake): die Autofahrt. Die wurde wie folgt gelöst:

Die restlichen Szenen verliefen dann ohne weitere Zwischenfälle (wenn man davon absieht, dass Barbara mich gezwungen hat hinter einen Kühlschrank zu kriechen, während einer Szene ein Kabel aus der Steckdose zu ziehen, dabei einen Stromschlag zu bekommen, aber nichts sagen zu dürfen, da wir ja drehen… Mir ist noch immer ganz schwindlig davon) und waren sehr spannend.

Vor allem die Sache mit dem Ei fasziniert mich. Es gibt nämlich diesen mexikanischen Aberglauben, dass man mit Hilfe eines Eis böse Geister, die vom Körper Besitz ergriffen haben, entfernen kann. Dazu reibt man den Körper mit der Schale des Eis, schlägt es dann in ein Wasserglas auf und stellt es unter das Bett. Am nächsten Morgen ist der böse Geist verschwunden und anhand des Eis erkennt man, wer einem Böses gewunschen hat.

Tag 43 – CRISSY, CRACK UND TRÄNEN

Tuesday, March 4th, 2008
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1.) Crissy ist gutherzig, verletzlich, sensibel.
2.) Crissy ist eine cracksüchtige Prostituierte aus Downtown.
3.) Crissy spielt in unserem Film eine cracksüchtige Mutter und sie spielt ihre Rolle total real.
4.) Crissy ist unberechenbar.

p7260020.JPG

Heutige Szene: Crissy wird von ihrem Sohn Manni aus dem Haus gejagt.

Das Problem: Crissy ist nicht da. Das Haus (unser Set) ist trotz Absprache am Vortag zugesperrt und die Hausbesitzer nicht auffindbar.

Außerdem: Constanze steckt mit dem Wagen im Schlamm fest.

Tja, wie fühlt man sich als Regisseur, wenn man frühmorgens mit Problemen dieser Art konfrontiert ist. Ich würde sagen, man denkt mal gut nach und improvisiert. Constanze’s Wagen wird aus dem Schlamm gehievt, ich adaptiere die Szene so, dass wir alles VORM Haus drehen können und Constanze verschafft mir auf unglaubliche Weise Crissy ans Set. (siehe Blog-Eintrag v. Constanze).

img_2371.JPG

Crissy zittert und sieht verdammt fertig aus, als sie ans Set kommt. Das erste, was sie mir sagt ist, dass sie am Ende ist. Und ja, man sieht es ihr an. Als sie sich für den Dreh umzieht, wirft sie ihre Kleidung in die Toilette und versucht, sie runterzuspülen. Kein gutes Zeichen.

Wir beginnen mit der Szene: RJ jagt Crissy die Stiegen des Apartments runter auf die Strasse und wirft ihr noch Steine nach. Crissy ist unglaublich nah und real. Kein Wunder. Sie ist am Ende. Im Film wie auch im realen Leben. Haake legt eine unfassbar gute Handkamera-Fahrt hin. Ein Take im Casten. Trotzdem brauchen wir einen zweiten Take, um einige technisch schwierige moves besser hinzukriegen. Doch Crissy erklärt mir, sie kann nicht mehr. Ich bitte sie, nur noch für einen Take auszuhalten, als ihr auch schon die Tränen kommen und sie aufs Klo abhaut.

Es ist das Klo der Wohnung unterhalb von Triste’s Haus (Location) und die Bewohner sind nicht gerade erfreut, dass eine Fremde einfach ihre Toilette benutzt. Ich folge Crissy, um sie rauszuholen, und so enden wir beide im 2×2 Quadratmeter-Häusl, wo Crissy plötzlich in meinen Armen zusammenbricht. Sie zittert und ist schweißgebadet. Die Tränen kullern ihr übers Gesicht, sie kann vor Schluchzen kaum reden. Ich halte sie fest und versuche, sie zu beruhigen. Sie erzählt mir, dass die letzte Nacht mit ihrem Freier ein Horror war. Sie erzählt mir, dass sie von ihrem Ehemann aufgefordert wurde, mit dem Mann mitzugehen, obwohl sie kein gutes Gefühl bei ihm hatte. Dann verstummt sie und weint nur mehr. Draußen klopfen Leute aus dem Team, die mich auffordern rauszukommen und weiterzudrehen. Außerdem wollen die Hausbesitzer, dass wir ihr Haus verlassen. Ich weiß nicht mehr wirklich weiter. Ich denke nur, ich muss Crissy mal beruhigen. Das ist vorerst das Wichtigste. Und irgendwie schaffe ich das ziemlich schnell. Danach erkläre ich Crissy, dass sie natürlich gehen kann, aber auch ich verzweifelt bin und der Zeitdruck enorm ist. Ich bitte sie also, wenn sie noch irgendwie Kraft hat, auch mir zu helfen und noch einen Take zu machen. Würde es allerdings auch verstehen, wenn sie es nicht mehr kann. Crissy sieht mich lange an und willigt dann doch ein. Wir verlassen also die Toilette.

Ich erkläre Haake, dass wir nur noch eine Chance haben. Haake weiß nicht, was vorgefallen ist, und findet das irgendwie blöd, dass er nicht mehr Chancen kriegt. Aber selbst wenn Haake murrt, so ist auf ihn Verlass. Wir drehen also den Take und Haake macht mir einen Wahnsinns-Shot. Ich weiß ja, dass er gut ist, aber manchmal grenzt es schon an Genialität.

Nach dem Shot fahren wir Crissy wieder downtown. Sie tut mir verdammt leid. Ich geb ihr meine Telefonnummer, damit sie mich heut noch anrufen kann, wenn sie das Gefühl hat, mit jemandem reden zu müssen. Bis jetzt hat sie nicht angerufen. Wahrscheinlich wird sie auch nicht mehr anrufen. Und auch wenn’s mir nicht gefällt, aber auch Crissy ist Brownsville.


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